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	<title>Andreas Goeldi &#187; Art and Design</title>
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		<title>Die verlorene Dekade der Musikbranche</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 17:29:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>agoeldi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Art and Design]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern, in der Pizzeria: Im Hintergrund läuft &#8220;Pictures of you&#8221; von The Cure. Kurzer 80s-Nostalgieanfall. Was, ist das schon zwanzig Jahre her? Und irgendwie kommen meine Frau und ich auf die Frage: An welche Musik wird man sich in 20 Jahren erinnern, im Jahr 2029? Oder anders gefragt: Was war in unserer aktuellen Dekade musikalisch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern, in der Pizzeria: Im Hintergrund läuft &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Disintegration">Pictures of you</a>&#8221; von The Cure. Kurzer 80s-Nostalgieanfall. Was, ist das schon zwanzig Jahre her? Und irgendwie kommen meine <a href="http://pixability.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=63&amp;Itemid=75">Frau</a> und ich auf die Frage: An welche Musik wird man sich in 20 Jahren erinnern, im Jahr 2029?</p>
<p>Oder anders gefragt: Was war in unserer aktuellen Dekade musikalisch wirklich neu und bemerkenswert?</p>
<p>Ich will jetzt nicht wie ein nostalgischer alter Sack klingen, obwohl das bei solchen Themen immer unvermeidlich ist, aber: Während die 60er und 80er klar die innovativsten musikalischen Dekaden der Nachkriegsgeschichte waren, gab es schon in den 90ern nicht schrecklich viel Neues.</p>
<p><a href="http://blog.agoeldi.com/wp-content/uploads/2009/02/dsds2007-1.jpg"><img style="border: 5px solid black; margin: 4px;" src="http://blog.agoeldi.com/wp-content/uploads/2009/02/dsds2007-1-tm.jpg" border="1" alt="Dsds2007-1" hspace="4" vspace="4" width="200" height="199" align="left" /></a>Und die vergangenen knapp zehn Jahre waren ein einziges Ödland. Sagt sogar die stets korrekte Wikipedia im Artikel &#8220;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Music_in_the_2000s">Music in the 2000s</a>&#8220;. Fundamental geändert hat sich vor allem eins: Wie wir technisch gesehen Musik konsumieren und kaufen.<br />
Aber sonst? Irgendwelche Crossovers zwischen längst erfundenen Stilen, Wiedererfindungen mit Neo-Dies und Nu-Jenes. Ein Durchbruch wie Hip Hop oder wenigstens eine fundamentale Auffrischung wie New Wave ist nirgends zu sehen. Die einzigen Innovationen waren technischer und vor allem marketingorientierter Natur.</p>
<p>Traurig, aber wahr: Die 2000er werden wohl als Dekade in die Geschichte eingehen, deren grösste musikalische Innovation das Fernsehformat &#8220;American Idol&#8221; / &#8220;Deutschland sucht den Superstar&#8221; war. Künstlich hochgejubelte Dilletanten statt echter Talente, das ist die traurige Realität.</p>
<p>Die Musikbranche ist in der Kultur das, was die Automobilbranche für die Industrie ist: Die Grundelemente sind alle erfunden, jetzt gibt es nur noch bescheidene inkrementelle Verbesserungen &#8212; wenn überhaupt. Zu grossen Innovationssprüngen hat längst keiner mehr den Mut.</p>
<p>Arme Jugend.</p>
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